Mittwoch, 2. März 2016

unterwegs: Schloss Purschenstein

Neuenhausen im Erzgebirge

Nicht mal eine Woche nach dem Kurztrip an die Ostsee (Bericht folgt) habe ich mich zu der Buchung eines tollen Paketangebots für einen weitere Kurzurlaub hinreißen lassen. Es war so schön an der Küste und da hier bald eine neue Mitbewohnerin einzieht, dachte ich die Zweisamkeit muss noch mal genossen werden.

Raus aus der Stadt fuhren wir durch kurvige, verschneite Straßen ins tiefste Erzgebirge. Petra (die Stimme die sagt, wo es im Auto lang geht) navigierte uns durch den Winternebel bis nach Neuhausen zum Schloss Purschenstein. Von dem um 1200 errichteten Schloss sind auf Grund eines Blitzeinschlages um 1800 nur noch wenige Gebäudeteile erhalten. Darunter der 42 Meter hohe Burgfried und zwei Remisen. 2005 wurde das Schloss zu einer Hotelanlage umgebaut.

Schloss Purschenstein
Remise mit gleichnamigem Restaurant

Wir haben in einer der Remisen genächtigt und zwar in der, in der auch das Restaurant, der Frühstückssaal und die Bibliothek untergebracht sind. Unser Zimmer war sehr großzügig, von Holzbalken und Parkettboden durchzogen hatte es mit den alten Möbeln einen ganz wunderbare Charme. Gerne hätten wir auch noch die anderen Zimmer gesehen, dennn sicherlich gleicht keins dem anderen und auch in der Burg selbst, mit 2,85 Meter dicken Wänden, nächtigt sich es bestimmt fantastisch. Beeindruckend war auch der Wellnessbereich im ehemaligen Gewölbekeller des Schlosses.

unser charmantes Zimmer
Bibliothek

Neben ruhigen Stunden beim Wellness und Lesen haben wir einen Ausflug in das nahegelegene Seiffen unternommen, bekannt als die kleine Stadt der Spielzeugmacher und Schauwerkstätten. Da reiht sich ein Geschäft mit erzgebirgischem Kunsthandwerk an das nächste. Ein bißchen haben wir gestöbert und eine Schauwerkstatt besucht. Leider war das Fotografieren da nicht erlaubt. Mit dem Handy konnte ich trotzdem einen Eindruck erhaschen, schaut mal hier.

Dorfkirche Seiffen
Winterliches Seiffen

Für unseren letzten Abend haben wir uns das 3-Gänge-Menü im schlosseigenen Restaurant Remise aufgehoben, was ebenfalls zum gebuchten Paket gehörte. Also Gruß aus der Küche gab es ein Rote-Beete-Carpaccio, als Vorspeise wurde uns ein Maronen-Kartoffel-Schaumsüppchen serviert und der Hauptgang kam stilecht unter silberner Haube - Lachs an Limettenbandnuden. Zum Dessert bekamen wir ein Ananas-Ingwer-Sorbet und sowie italienische Creme mit Himbeermark serviert. Geschlemmt unter beeindruckend großen Kronleuchtern war das ein wunderschöner Abend.
Mein einziger Kritikpunkt an diesen Tagen galt dem Frühstück, welches dem Flair des Schlosses, des Speisesaals und dem Niveau des Restaurants hinterher hinkt. Die Auswahl an frischen Obst ließ zu Wünschen übrig, auch mag ich keinen Kuchen oder Muffins einfoliert aus dem Supermarktregal. Dafür waren die Croissants sehr lecker, selbstgemachte Marmelade hätte uns dazu gefreut. Und das Koffein suchte der Lieblingsmensch im morgentlichem Kaffee leider vergeblich.

Dies ist übrigens keine Werbung oder ein gekaufter Post, sondern meine ehrliche Meinung über ein paar schöne Tage Auszeit. Wer mag, buche sich sofort ebenso eine in einem Schloss seiner Wahl ♥

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