Dienstag, 24. Februar 2015

unterwegs: Ein bisschen Ruhe genießen im thüringischen Eisenach

Auf die Plätze, fertig, ausruhen!

Vielleicht habt ihr es schon auf Instagram gesehen, im Januar waren der Lieblingsmensch und ich ein paar Tage in Eisenach. Es war eher der Zufall als besonderes Interesse an der Stadt, der uns an den Rand des Thüringer Waldes führte. Nach anstrengenden Monaten der Wohnungssanierung, einem stressigen Weihnachtsgeschäft und Feiertage, die mehr aus Fahrerei und Arbeit als aus Ausruhen bestanden, beschlossen wir zum Jahresanfang: des Lieblingsmenschen Resturlaub wird genommen, der Laden in den Winterschlaf versetzt und wir fahren weg. Egal wohin, hauptsache raus und gern mit Sauna. Und für vier Tage wollten wir auch keine Weltreise zum Urlaubsort machen, das Hotel in Eisenach bat eine schönes Paket und die Wartburg im Schnee stellten wir uns toll vor.

Nach zweieinhalb Stunden Fahrt waren wir schon da, sahen uns kurz in der Stadt um, stürmten dann gleich die Sauna und abends ging es ins Kartoffelhaus essen. Der Lieblingsmensch spricht seitdem nur noch vom Teufelswerk (Schweinemedaillons auf scharfem Paprika mit Bratkartoffeln), ich durfte es sogar schon nachkochen!

Kartoffelhaus im süßen Fachwerk und häßlichem 90er-Jahre-Überbau

Den ganzen Tag nichts tun konnten wir dann doch nicht und so ging es am nächsten Tag auf kleine Stadtführung. Eisenach hat eine kleine Altstadt mit reichlich Geschichte und wirklich schönen Ecken, aber auch Leerstand, unfertigen Stadträumen und noch viel städtebauliches Potenzial.

winterlicher Marktplatz mit Georgenkirche und St.-Georgs-Brunnen
im Vordergrund das provisorische Luhtermuseum, denn das Lutherhaus (links im Hintergrund) wird gerade grundsaniert
Marktplatz mit Stadtschloss und Rathaus
Bachhaus mit umstrittenen Museumsneubau am Frauenplan


das schnuckelige mit 2,05m schmalste Haus Deutschlands am Johannisplatz
Blick auf die Georgenkirche vom etwas tristen Schulhof des Martin-Luther-Gymnasiums
Blick über den alten Friedhof
(noch) unsaniertes Häuschen auf der Lutherstraße
Kontraste
Tut Buße mit Luther-Streeart
Büchertauschregal und tolle Streetart in den Fenstern auf der Goldschmiedstraße
Hier entsteht demnächst: NICHTS!
In Eisenach gibt es wohl drei Häuser im Bauhaus-Stil -leider haben wir nur ein baufälliges Exemplar in der Goldschmiedstraße gefunden

Der Schnee blieb uns noch einen Tag hold und so führte uns ein gemütlicher Winterspaziergang aus dem Tal hinauf zur Wartburg, vorbei an Deutschlands größtem zusammenhängenden Villenviertel (dazu gelernt). Der Vorteil einer solchen Reise im Januar, man ist fast überall allein. Sehr idyllisch!

herrliche Jugendstilvilla am Fuße der Wartburg
malerisch verfallene Villa Am Schloßberg auf dem Weg zur Wartburg
Da hatte es sich zwischenzeitlich jemand gemütlich gemacht und sogar ein Lagerfeuer auf den schönen Eichendielen angezündet.
Thüringer Winterwald
verschlafen liegt die Wartburg im Winternebel
beeindruckender Festsaal der Wartburg, heute noch für Konzerte genutzt
Lutherstube - man beachte das Walwirbelfußbänkchen
vernebelter Ausblick auf das beschauliche Eisenach
Villa an der Wartburgalle auf dem Rückweg

Und bevor es am nächsten Tag schon wieder nach Hause ging, stand noch ein Besuch in der Automobile Welt Eisenach. Das Museum bot interessante Einblicke in die Geschichte des Automobils und die Produktion vor Ort. Der Wartburg Sport von 1958 sieht mal richtig heiß aus, oder?


Danke Eisenach für die ruhigen Tage!     Antje
 
Industriedenkmal Eisenach

1 Kommentar:

  1. Sieht aus, als könnte man sich die Stadt mal anschauen. Interessanter Tipp! Und dass ihr euch in das verfallene Haus getraut habt - klasse! Ich mag sowas ja auch total, bin aber nur selten mutig genug.
    GLG Regina

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